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Datum: 16.11.2019
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Betreute Seniorenwohngemeinschaft Plus für Menschen mit Demenzerkrankungen

Träger: Land Burgenland, Diakonie Südburgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

In Oberwart wurde Ende Oktober 2017 als Pilotprojekt eine betreute Wohngemeinschaft für ältere Menschen mit Demenzerkrankungen eröffnet. Mittlerweile wurden beide Wohngemeinschaften mit insgesamt 24 MieterInnen belegt.

Ziel war, einen den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz gerechten Wohn- und Lebensraum zu schaffen. Weil ältere Personen immer mehr Wert auf ein selbstbestimmtes, individuell gestaltetes Leben legen, verlagert sich für Personen bis zur Pflegegeldstufe 3 der Schwerpunkt der Pflege und Betreuung von stationären Einrichtungen auf alternative Wohnformen und so gewinnen alternative Betreuungskonzepte zunehmend an Bedeutung.

Die Diakonie Südburgenland hat auf diese neuen Entwicklungen mit der Errichtung einer betreuten Wohngemeinschaft mit mobiler Pflege für Menschen mit Demenzerkrankungen reagiert. Diese für das Burgenland neue Wohnform wurde in Oberwart errichtet, im Oktober 2017 in Betrieb genommen und „SeniorenwohngemeinschaftPlus“ genannt.

Auf einer Ebene befinden sich zwei Wohngemeinschaften für jeweils 12 Bewohnerinnen und Bewohner – somit ist Platz für insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohner. Rund um die Uhr betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sind eine sinnvolle Alternative zum Pflegeheim. Vor allem, wenn die Demenzerkrankung noch nicht so weit fortgeschritten ist, können Betroffene ihre Selbstständigkeit und ihren Freiraum in heimeliger Atmosphäre lange behalten.

Das besondere Merkmal dieser Wohnform ist die Erbringung der Grund- und Behandlungspflege durch ambulante Dienste. Die Wohngemeinschaft orientiert sich an einer normalen Wohnumgebung in einem Mehrpersonenhaushalt. In einer überschaubaren Gemeinschaft erleben Menschen mit Demenz Geborgenheit, Sicherheit und Normalität. Im Rahmen Ihrer Möglichkeiten können sich die MieterInnen an der Erledigung alltäglicher Aufgaben beteiligen (z.B. Kochen, Einkaufen etc.), wodurch individuelle Ressourcen und Fähigkeiten besonders gefördert werden.

Die baulichen Gegebenheiten im Erdgeschoß sind speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet. Den Betreuungspersonen obliegt die Aufgabe, zum Mitmachen anzuregen und die Menschen in ihren Bemühungen zu unterstützen. Durch diese neue Form der Betreuung, innerhalb einer familiären Atmosphäre, wird gezielt versucht, die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich zu verbessern. Benötigte Pflegeleistungen die über die definierten Leistungen (Medikamentenverabreichung, Blutzuckerkontrolle, Blutdruckkontrolle und Insuliverabreichung) hinausgehen, werden durch MitarbeiterInnen mobiler Pflegedienste (Hauskrankenpflege) erbracht.

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