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Datum: 20.01.2021
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Betreute Seniorenwohngemeinschaft Plus für Menschen mit Demenzerkrankungen

Träger: Land Burgenland, Diakonie Südburgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Ziel war, einen den Bedürfnissen dementer Personen gerechten Wohn- und Lebensraum
zu schaffen. Weil ältere Personen immer mehr Wert auf ein selbstbestimmtes, individuell
gestaltetes Leben legen, verlagert sich für Personen bis zur Pflegegeldstufe 3 der
Schwerpunkt der Pflege und Betreuung von stationären Einrichtungen auf alternative
Wohnformen und gewinnen alternative Betreuungskonzepte zunehmend an Bedeutung.
Die Diakonie Südburgenland hat auf diese neuen Entwicklungen mit der Errichtung einer
betreuten Wohngemeinschaft mit mobiler Pflege für Menschen mit Demenzerkrankungen reagiert.
Diese für das Burgenland neue Wohnform wurde in Oberwart errichtet, im Oktober 2017 in
Betrieb genommen und „SeniorenwohngemeinschaftPlus“ genannt.


Auf einer Ebene befinden sich zwei Wohngemeinschaften für jeweils 12 Bewohnerinnen
und Bewohner – somit ist Platz für insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohner. Rund um
die Uhr betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sind eine sinnvolle
Alternative zum Pflegeheim. Vor allem, wenn die Demenzerkrankung noch nicht so weit
fortgeschritten ist, können Betroffene ihre Selbstständigkeit und ihren Freiraum in heimeliger
Atmosphäre lange behalten.


Das besondere Merkmal dieser Wohnform ist die Erbringung der Grund- und
Behandlungspflege durch ambulante Dienste. Die Wohngemeinschaft orientiert sich an
einer normalen Wohnumgebung in einem Mehrpersonenhaushalt. In einer überschaubaren
Gemeinschaft erleben Menschen mit Demenz Geborgenheit, Sicherheit und Normalität. Im
Rahmen Ihrer Möglichkeiten können sich die MieterInnen an der Erledigung alltäglicher
Aufgaben beteiligen (z.B. Kochen, Einkaufen etc.), wodurch individuelle Ressourcen und
Fähigkeiten besonders gefördert werden.
Die baulichen Gegebenheiten im Erdgeschoß sind speziell auf die besonderen Bedürfnisse
von Menschen mit Demenzerkrankungen ausgerichtet. Den Betreuungspersonen obliegt
die Aufgabe zum Mitmachen anzuregen und die Menschen in ihren Bemühungen zu
unterstützen. Durch diese neue Form der Betreuung, innerhalb einer familiären Atmosphäre,
wird gezielt versucht die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich zu verbessern.
Benötigte Pflegeleistungen die über die definierten Leistungen
(Medikamentenverabreichung, Blutzuckerkontrolle, Blutdruckkontrolle und
Insuliverabreichung) hinausgehen, werden durch MitarbeiterInnen mobiler Pflegedienste
(Hauskrankenpflege) erbracht.

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