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Datum: 27.06.2022
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Integrierte Versorgung Demenz - Pilotprojekt Wien

Träger: Psychosozialer Dienst Wien, Fonds Soziales Wien, ÖGK
Region: Wien
Wirkungsziele: Rahmenbedingungen einheitlich gestalten, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Das im April 2016 gestartete Pilotprojekt „Integrierte Versorgung Demenz“ (IVD) wurde mit Beschluss in der 33. Sitzung der Wiener Zielsteuerungskommission bis Ende 2022 verlängert und wird durch den Psychosozialen Dienst Wien (PSD) in Beteiligung mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) und der Österreichischen Gesundheitskasse Wien (ÖGK) umgesetzt.

Bis Dezember 2021 wurden 1805 Personen im Rahmen des Projektes im Gerontopsychiatrischen Zentrum (GPZ) behandelt.

Das Pilotprojekt bietet eine verbesserte Form der bisherigen Versorgung für Menschen mit Demenz: Prozesse werden orientiert an den Betroffenen neu gestaltet bzw. optimiert, einheitliche Standards festgelegt, medizinische und soziale Angebote sowie pflegerische Betreuung besser strukturiert und vernetzt – von der frühzeitigen Diagnose bis hin zur kontinuierlichen Behandlungs- und Betreuungsphase. Die bedarfsgerecht aufeinander abgestimmten Maßnahmen bieten den Betroffenen adäquate Hilfe und Unterstützung und tragen so zu einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes der Menschen mit Demenz und damit ihrer Lebensqualität sowie der ihrer Angehörigen bei.

Zur Erhöhung der einschlägigen Kompetenz von Pflegepersonen, Heimhilfen und Mediziner:innen werden im Rahmen des Projektes ganztägige Multiplikator:innenschulungen im Aus- und Weiterbildungszentrum Soziales Wien GmbH (AWZ) durchgeführt.

Das Projekt wurde durch die Gesundheit Österreich GmbH mittels Mixed-Methods-Approach evaluiert. Dieser beinhaltete einen Vergleichsstudienansatz, die Analyse von Routinedaten und verschiedene qualitative Elemente, wie Interviews bzw. Fokusgruppen mit Angehörigen, Nahtstellenpartner:innen und MitarbeiterInnen des GPZ sowie eine Analyse zur Multiplikator:innenschulung. Es konnte ein signifikanter Rückgang an Fehlmedikation und eine Steigerung an adäquater Medikation bei den Projektpatient:innen gezeigt werden. Auch zeigte sich eine deutlich und signifikant erhöhte Inanspruchnahme von Tageszentren und mobilen Pflege- und Betreuungsangeboten als Indikator für eine bedarfsgerechte Versorgung. Ergebnisse der qualitativen Interviews mit Angehörigen zeigten eine hohe Zufriedenheit mit dem Leistungsspektrum des GPZ. Insbesondere mit der Möglichkeit von Hausbesuchen, der telefonischen Beratung sowie dem multiprofessionellen Ansatz in der Diagnostik und Versorgung erweist sich das Angebot als zielgruppengerecht und entlastend. Im Zuge des Projekts konnten funktionierende Kooperationen für Diagnostik mit den Einrichtungen der ÖGK aufgebaut werden. Eine hohe Zufriedenheit mit dem Angebot wurde sowohl von Angehörigen als auch von professionellen Partner:innen attestiert.

Das IVD-Projekt kann als geeignetes vorbildhaftes Modell für einen weiteren Ausbau für die integrierte Versorgung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie ihrer An- und Zugehörigen betrachtet werden.

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