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Datum: 21.08.2019
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Ein Ort und sein Gedächtnis – Klosterneuburg erzählt

Träger: Eine Kooperation von Caritas Pflege und KUNSTLABOR Graz im Rahmen des Netzwerks „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“
Region: Niederösterreich
Handlungsempfehlung: Partizipation/Teilhabe im Lebensumfeld sicherstellen

Im Projekt „Ein Ort und sein Gedächtnis – Klosterneuburg erzählt“ geht es um die Erinnerung an längst vergangene Zeiten und die Frage: Wie war es in Klosterneuburg, damals als die heutigen 70-, 80-, 90-Jährigen noch jung waren?

Es geht um die Stärken und Ressourcen von hochbetagten Menschen mit und ohne dementieller Beeinträchtigungen, und nicht um ihre Defizite.Aus der pflegerischen sowie künstlerischen Arbeit mit Menschen, die mit Vergesslichkeit leben, wissen wir, dass diese zwar ihre zeitliche und räumliche Orientierung verlieren und dass ihr Kurzzeitgedächtnis nicht mehr funktioniert. Wir wissen aber auch, dass sie sich oft sehr detailliert an die Vergangenheit erinnern können. Dort setzen wir mit diesem Projekt an und bitten sie einem Ort zu helfen, sich seiner eigenen Geschichte bewusst zu werden. Es geht um erlebte Alltagsgeschichten, die vielfach nur in den Köpfen Einzelner abgespeichert sind und die verloren gehen, wenn diese Menschen sterben. Alltagsgeschichte und alltägliche Geschichten werden erzählt, gesammelt und mit Hilfe von künstlerischen Methoden hörbar, sichtbar, erfahrbar gemacht (Tableaux Vivants, Film, etc.). Betagte Menschen aus Klosterneuburg werden dabei zu AkteurInnen und verhelfen der Vergangenheit zu neuer Lebendigkeit. Menschen, die mit Demenz leben, erleben beglückende Augenblicke wieder, erfahren eine positive Resonanz auf ihre Erinnerungen, die für alle GemeindebürgerInnen einen hohen Wert bilden. Die lebendige Vergangenheit gibt Orientierung und Halt, lässt alle GemeindebürgerInnen ins Leben eintauchen. Durch die künstlerische Aufbereitung der Geschichten, gibt es Anlass für Gespräch und Teilhabe.

Der Arbeitsprozess

Das Projekt richtet sich nicht nur an Menschen mit Demenz, sondern an alle Altersgruppen, die mehr über ihren Ort erfahren wollen. Die älteren, hochbetagten Menschen sind das Gegenüber, das Auskunft gibt.

Die Kunst ist das Medium in der Arbeit. Sie ermutigt Menschen, zueinander in Kontakt zu treten, von sich zu erzählen und die Perspektiven zu wechseln. Das KUNSTLABOR Graz arbeitet mit Erinnerungsstücken und -stützen, z.B. mit Fotoalben, persönlichen Objekten, Tagebücher, Gerüchen. Es geht um die kleinen Gesten und die großen Erzählungen.

Im Rahmen von bestehenden Treffpunkten oder in einem aufsuchenden Setting werden mit 40 - 60 Personen Einzelgespräche geführt und "Gedächtnismaterial" erhoben. Das Kunstlabor bearbeitet diese Erinnerungen und "gibt sie an die ErinnerungsgeberInnen" wieder zurück an die Gemeinde in einem öffentlichkeitswirksamen, integrativen und generationsüberschreitendem Format. 

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